Intelligentes Holz

Wir präsentieren das erste IoT-Projekt im Schreinerhandwerk!

Warum Sensoren in der Tischlerei?

Als Tischlerei verarbeiten wir Holz erst, wenn ein gewisser Trocknungsgrad erreicht ist. Wir haben diverse Stämme im Lager, deren Zustand wir zuvor manuell erfassen mussten. Ein Prozess, der nun mithilfe von Sensoren digitalisiert und automatisiert werden kann.

Weiter unten gibt’s weitere Infos rund um das erste IoT-Projekt im Schreinerhandwerk.

Intelligenter Tisch mit Sensor

Unser Esstisch „Meseta“ ist von Designer Robert Kipry entworfen. „Meseta“ – ein Tisch wie eine spanische Hochebene mit einer Spur skandinavischer Schlichtheit.

Im Prototyp von „Meseta“ haben wir für die Präsentation auf der IHM einen Sensor eingebaut, der alle 10 Sekunden die Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Holzfeuchtigkeit und den Geräuschpegel misst und diese an die Online-Plattform meldet.

Mit dem Prototyp wollen wir zeigen, welche Chancen sich durch die Technologie für das Handwerk eröffnen können: In der Kundenkommunikation zum Kunden und auch in den Tischlerei-internen Prozessen. Dies könnte wiederrum zu neuen Erlösmodellen für die Tischlerei führen.

Mindestens genauso spannend ist die handwerkliche Entstehungsgeschichte von „Meseta“, die wir hier für Sie dokumentiert haben.

Ausgangssituation: Was gibt’s zu tun?

Wie schafft man es, das traditionelle und so wertvolle Wissen des Tischlerhandwerks innovativ mit neuen Technologien zu verbinden und wie entstehen daraus Mehrwerte für die Kunden und das Handwerk? Und, kann man eigentlich mit Massivholz chatten?

Diese Fragen haben wir uns gemeinsam mit Christoph Krause vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk sowie einem Team der Universität Koblenz-Landau in Zusammenarbeit mit dem EoT Lab gestellt.

Im Ergebnis ist das bundesweit erste Internet-of-Things (IoT) Projekt fürs Schreinerhandwerk entstanden, das wir nun auf der IHM 2019 präsentieren.

Echtholz? Natürlich!

Die kleine, familiengeführte holzgespür-Werkstatt der Tischlerei Kasper verfügt über einen Bestand an Baumstämmen, deren Trocknungsgrad manuell und einzeln erfasst werden muss. Diese Stämme wurden im Rahmen des Projektes mit Sensoren ausgestattet.

Diese messen und senden aller 10 Sekunden Daten zur Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Holzfeuchtigkeit und zum Geräuschpegel an eine Onlineplattform. Die gewonnenen Daten werden in einem Webinterface dargestellt und bieten dem Tischler eine transparente Form zu seinem liebsten und wertvollsten Material: dem Massivholz.

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Sensor

Dieses Sensormodul ist für die Werkstätten des Handwerks bestens geeignet.

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Messung

Alle 10 Sekunden werden Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Holzfeuchtigkeit gemessen und an die Online-Plattform gemeldet.

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Kommunikation

Via NFC können wir die erhobenen Daten zugänglich machen.

Anwendungsfall: Intelligentes Holz

Darüber hinaus kann der Tischler über einen Chatdienst mit dem Holz kommunizieren. Das mag zunächst surreal klingen, kann aber eine überaus wertvolle Anwendung sein, wenn die Sensoren zukünftig in Massivholzmöbel verbaut werden.

Stellen wir uns vor, der Massivholztisch misst mithilfe des Sensors regelmäßig die Holzfeuchte und kann so dem Kunden Informationen zur Holzpflege oder gar zur relativen Luftfeuchte im Raum darstellen? Der integrierte Geräuschsensor könnte Rückschlüsse auf die Nutzung der Tischplatte zulassen. So bleiben die hochwertigen Möbelstücke über Generationen individuell gepflegt und werden in der Wertigkeit erhalten. Genau dies möchten wir mit unserem ersten MESETA-Prototyp zeigen.